Bezirksoberligateam sichert sich Klassenerhalt
Furiose Rückserie von Erfolg gekrönt
Womit nach Abschluss der Hinserie mit 6:16 Punkten eigentlich kaum jemand mehr gerechnet hatte, ist jetzt bereits zwei Spieltage vor Saisonende in der Tischtennis Bezirksoberliga Realität. Nach neun von elf Spielen der Rückrunde mit aktuell 13:5 Punkten ist das Werdener Team auch rechnerisch von allen Abstiegsnöten befreit.
Die Bedeutung des Spiels gegen Olympia Mülheim betonte Werdens Mannschaftsführer Gilbert Sunico auch in seiner Begrüßung: „Wir werden heute alles dafür geben, mit einem Sieg unser Saisonziel Klassenerhalt schon vorzeitig zu erreichen.“ Und schon in den Eingangsdoppeln merkte man der Mannschaft an, dass sie die große Chance verwirklichen wollte.
Mengeler/Sunico, Seisel/Lerch und die Ersatzspieler Heppekausen/Kleinsimlinghaus erspielten sich durch ihre Siege einen 3:0 Vorsprung, der durch zwei sicher herausgespielte Siege im oberen Paarkreuz durch Jona Seisel und Arnd Mengeler auf bereits 5:0 Punkte ausgebaut werden konnte. Auch im mittleren Paarkreuz waren die Werdener erfolgreich. Gilbert Sunico dominierte eindeutig und Pascal Lerch schaffte es im Entscheidungssatz, für den siebten Punktgewinn zu sorgen. Damit war bereits mehr als eine Vorentscheidung zugunsten der Werdener gefallen.
„Jetzt geht es nur noch um die Höhe des Sieges“, war der einhellige Tenor der zahlreichen Werdener Zuschauer. Und tatsächlich konnten die Mülheimer nach dem 3:0 Satzgewinn von Peer Heppekausen eine 0:9 Niederlage erst mit dem letzten Einzel der ersten Einzelrunde vermeiden, als der Mülheimer Kriedel in fünf Sätzen gegen Andreas Kleinsimlinghaus gewann. So war es Jona Seisel vorbehalten, den Schlusspunkt in einer immer einseitigeren Partie zu setzen. Die starke Leistung der Werdener erkannte auch Mülheims Mannschaftsführer Wiek neidlos an. „Ihr wart heute die klar bessere Mannschaft und habt euch den Klassenerhalt nach dieser starken Rückrunde verdient.“ In der vorletzten Begegnung der Saison trifft das Bezirksoberligateam am kommenden Wochenende im Auswärtsspiel auf die Mannschaft von Union Mülheim.
1.Mannschaft mit knapper Niederlage
In einer bis zum letzten Ballwechsel spannenden Partie in der Landesliga unterlagen die Werdener mit 7:9 Punkten gegen die Gastmannschaft aus Wattenscheid. Eigentlich hätte die Partie ein Unentschieden verdient gehabt, denn keiner der beiden Mannschaften gelang es während der fast vierstündigen Spielzeit, sich mehr als einen Ein-Punkte-Vorsprung zu erarbeiten.
Einen Werdener Fehlstart in die Begegnung verhinderte das Werdener Spitzendoppel Koelen/Zaboura, indem sie nach 0:2 Satzrückstand und der Abwehr von drei gegnerischen Matchbällen im dritten Satz noch gewinnen konnten. Da aber Yu/Buschhauer und Braciak/Hilgers jeweils unterlagen, begannen die Einzel mit einem 1:2 Rückstand. Dieser Rückstand von einem Punkt hatte auch nach der ersten Runde der Einzel noch Bestand, da man sich in allen drei Mannschaftsdritteln 1:1 unentschieden trennte. Felix Yu, Miguel Buschhauer und Swen Braciak waren für die Werdener erfolgreich.
Gleich zu Beginn der zweiten Einzelrunde kam es aus Werdener Sicht zum Höhepunkt der Begegnung. Felix Yu dominierte auch sein zweites Einzel und Peter Koelen schaffte es, den Wattenscheider Spitzenspieler Boden nach 0:2 Satzrückstand mit konzentrierter Spielweise und zum Teil spektakulären Bällen in den folgenden drei Sätzen zu bezwingen. Leider bedeuteten diese beiden Siege im oberen Mannschaftsdrittel trotz der 6:5 Punkteführung für Werden aber nicht die Wende in der Begegnung, da die Wattenscheider die zweiten Einzel im mittleren Mannschaftsdrittel beide für sich entschieden.
Erst der zweite Einzelsieg von Swen Braciak verschaffte den Werdenern bei einem 7:8 Rückstand somit die Möglichkeit, durch den Gewinn des Schlussdoppels noch ein Unentschieden zu erreichen. Und bei der Qualität des Werdener Spitzendoppels Koelen/Zaboura standen die Erfolgsaussichten auch nicht schlecht. Da jedoch beide Akteure des Wattenscheider Schlussdoppels auf der Rückhand mit sogenannten Noppenbelägen agierten, fanden Koelen/Zaboura nicht zu ihrem gewohnten Spielrhythmus.
Leider fehlte hier auch das notwendige Quäntchen Glück, denn alle drei verlorenen Sätze bei der 1:3 Satzniederlage endeten zweimal mit 10:12 Bällen in der Verlängerung der Sätze und mit 9:11 Bällen bei dem dritten Satzverlust. „Trotz der Niederlage war es eine sehr spannende Begegnung mit vielen schönen Spielen“, zog eine Werdener Zuschauerin das Fazit nach der Begegnung, und ergänzte: „Felix Yu, Swen Braciak und Peter Koelen in seinem zweiten Einzel zeigten überragende Leistungen.“