TTC Werden I: Höhenflug gestoppt

Unerwartet hohe Niederlage gegen Post Oberhausen

Dass es in jeder Mannschaftssportart gegnerische Teams gibt, deren Spielweise der eigenen Mannschaft mehr oder weniger liegen, musste die 1. Herrenmannschaft des TTC Werden an diesem Spieltag in negativer Hinsicht erleben. Nach drei Siegen zu Saisonbeginn folgte eine deutliche 3:9 Niederlage.

Obwohl die Werdener in der letzten Saison zweimal gegen Post Oberhausen verloren hatten, rechneten sie sich diesmal Siegchancen aus, da sie sich Vorteile in den Doppeln ausrechneten und in den Einzeln bisher immer eine starke Mannschaftsleistung gezeigt hatten. Und tatsächlich schien auch dieser Spielabend positiv zu verlaufen. Sowohl Sunico/Frieg als auch Hilgers/Kleinsimlinghaus gewannen den jeweils ersten Satz deutlich und schienen ihre Gegner zu beherrschen.

Doch während Sunico/Frieg auch den zweiten Satz für sich entschieden, konnten Hilgers/Kleinsimlinghaus trotz einer 7:3 Führung den zweiten Satz nicht gewinnen. So verloren sie vollkommen ihren Spielrhythmus und mussten die erste Doppelniederlage der Saison für sich akzeptieren. Da aber Sunico/Frieg ihr Doppel siegreich beendeten und das dritte Werdener Doppel, Kimmeskamp/Schnorr, in nur drei Sätzen erfolgreich war, lagen die Werdener wie in ihren bisherigen Spielen nach den Eingangsdoppeln in Führung.

Im oberen Paarkreuz schaffte es danach Martin Kimmeskamp, mit seiner äußerst konzentrierten Spielweise die gegnerische Nummer eins zu bezwingen, während parallel dazu Gilbert Sunico sein erstes Einzel in nur drei Sätzen verlor, wobei man ihm anmerkte, dass die vor drei Wochen erlittene Bänderverletzung im Fußgelenk ihm doch mehr zu schaffen macht, als er es selbst wahr haben will.

Eine nicht erwartete und negative Wendung bekam die Begegnung dann jedoch im mittleren Paarkreuz. Sowohl Josef Hilgers als auch Andreas Kleinsimlinghaus kamen mit der jeweiligen Spielweise ihrer Gegner nicht zurecht und kassierten klare Niederlagen. So lagen die Werdener erstmals in der Begegnung mit 3:4 Punkten knapp in Rückstand. Die psychologischen Auswirkungen dieser Niederlagen wurden dann im unteren Paarkreuz erkennbar. Während die Gäste aus Oberhausen zunehmend selbstbewusster agierten, verloren die Werdener immer mehr ihre spielerische Linie.

Obwohl sich Michael Frieg und Heiko Schnorr vehement gegen ihre drohenden Niederlagen stemmten, gingen beide Einzel nach vier bzw. fünf Sätzen an die Akteure aus Oberhausen. Zur Hälfte der Begegnung lagen die Werdener mit 3:6 Punkten in Rückstand, und man hatte schon zu diesem Zeitpunkt den Eindruck, dass sich die Werdener Spieler im Grunde schon mit der sich abzeichnenden Niederlage abgefunden hatten. Und so war die Partie tatsächlich nach nur drei weiteren Spielen beendet. Im oberen Paarkreuz gab es klare Dreisatz-Niederlagen, das letzte Einzel verlor dann Andreas Kleinsimlinghaus in vier Sätzen. „Einen so deutlichen Sieg hatten wir absolut nicht erwartet“, zog der Oberhausener Mannschaftsführer Rudersdorf das Fazit dieser Begegnung.

Bedingt durch die Herbstferien haben die Werdener jetzt genügend Zeit, die Niederlage zu verarbeiten, um danach vielleicht wieder zu ihren bisherigen Tugenden zurückzufinden. Dies ist allerdings auch dringend nötig, da die Werdener in der nächsten Begegnung im Auswärtsspiel auf die Mannschaft aus Frintrop treffen, den klaren Aufstiegsfavoriten dieser Saison, die in ihren bisherigen Spielen dieser Rolle auch vollauf gerecht geworden sind. Als eindeutiger Außenseiter sollten die Werdener eigentlich nur positiv überraschen können.