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TTC Werden I mit überraschendem Unentschieden

Tabellenführer an den Rand einer Niederlage gebracht

Gegen den Tabellenführer der Landesligagruppe 7 erreichten die Werdener nach weit über drei Stunden Spielzeit ein vor der Begegnung nicht für möglich gehaltenes Unentschieden. Wenn man jedoch bedenkt, dass die Werdener bereits mit 8:6 Punkten in Führung lagen und die letzten beiden Begegnungen jeweils in den Entscheidungssatz mussten, lässt sich erkennen, dass an diesem Tischtennisabend sogar ein Werdener Sieg möglich gewesen wäre.

„Wir sind noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen“, kommentierte der Mannschaftskapitän des Tabellenführers Germania Wuppertal die Begegnung nach dem Spiel. Und bereits zu Beginn der Partie deutete sich an, dass die Werdener sich zurzeit in einer guten Form befinden und auch gegen den Tabellenführer würden mithalten können. Alle drei Werdener Doppel waren erfolgreich. Nicht eine Begegnung musste in den Entscheidungssatz, wobei besonders die Leistungen von Kimmeskamp/Müller gegen das Wuppertaler Spitzendoppel herausragten.

Doch nach diesen drei Niederlagen hatten die Wuppertaler begriffen, dass sie die Werdener als ebenbürtigen Gegner akzeptieren mussten. Und so gaben sich ihre beiden Spitzenspieler auch keine Blöße und verkürzten die Werdener Führung auf 2:3 Punkte, wobei sich jedoch Martin Kimmeskamp der gegnerischen Nummer eins erst im fünften Satz mit 8:11 Bällen geschlagen geben musste. Durch sehr starke Leistungen stellten Martin Müller und Josef Hilgers die Führung mit drei Punkten wieder her.

Da jedoch im unteren Mannschaftsdrittel sowohl Andreas Kleinsimlinghaus als auch Michael Frieg in jeweils vier Sätzen unterlagen, stand es zur Hälfte der Einzelbegegnungen nur noch 5:4 für die Werdener, die danach sogar erstmalig mit 5:6 Punkten in Rückstand gerieten, da die Wuppertaler Spitzenspieler an diesem Abend weder von Gilbert Sunico noch von Martin Kimmeskamp zu bezwingen waren. Doch wer glaubte, dass die Wuppertaler jetzt die entscheidende Wende im Spiel zu ihren Gunsten erreicht hätten, sah sich getäuscht. Sehr zur Freude der Werdener Zuschauer zeigten sich Martin Müller und Josef Hilgers auch in ihren zweiten Einzeln von ihrer besten Seite und ließen ihren Gegnern in vier bzw. nur drei Sätzen keine Chance.

Bei einer 7:6 Führung für die Werdener wurde es nun dramatisch. Die letzten beiden Einzel wurden folgerichtig auch erst im fünften Satz entschieden. Hier erreichte Andreas Kleinsimlinghaus mit 11:4 Bällen und einer überzeugenden Leistung den viel umjubelten achten Punkt für die Werdener, der zumindest das Unentschieden bedeutete. Als dann jedoch Michael Frieg nach einer 2:0 Satzführung im dritten Satz mit 8:2 Bällen in Front lag, schien die Sensation zum Greifen nah.

Doch mit viel Glück, ein Netz- und ein Kantenball, und auch einer enormen Nervenstärke konnte sein Gegner den Rückstand immer mehr verkürzen und siegte schließlich mit 13:11 Bällen. Und auch die Sätze vier und fünf gingen mit 11:9 und 13:11 Bällen an den Wuppertaler. So musste das Schlussdoppel darüber entscheiden, ob aus einem Unentschieden doch noch ein Sieg werden sollte. Doch so sehr Hilgers/Kleinsimlinghaus sich auch um den Sieg bemühten, sie mussten nach einer 2:1 Satzführung schließlich eine knappe Niederlage akzeptieren.

Mit diesem unerwarteten Punktgewinn sind die Werdener dem Saisonziel Klassenerhalt bei einem Punktestand von 18:18 wieder ein Stückchen näher gekommen. Theoretisch könnte ein Sieg aus den restlichen vier Begegnungen hierzu schon ausreichen. Die erste Gelegenheit bietet sich am kommenden Sonntagmorgen, wenn die Werdener bei TTSC Mülheim antreten, die sie im Hinspiel mit 9:3 Punkten bezwingen konnten.

Ebenfalls erfolgreich im Kampf um den Klassenerhalt war die 2. Mannschaft des TTC Werden trotz der knappen 6:9 Niederlage in Kettwig, da aufgrund des Hinspielsiegs mit 9:3 Punkten der direkte Vergleich für die Werdener ausfällt und die Mannschaft aus Kettwig auch weiterhin hinter den Werdenern rangiert. Nach zwei Siegen in den Eingangsdoppeln sorgten Gabor Wiese, Ulrich Henke und Peer Heppekausen (2) in den Einzeln für die anderen Werdener Punkte. Vor dem letzten Spieltag steht die 2. Mannschaft auf dem siebten Tabellenplatz in ihrer Kreisligagruppe mit 10 Mannschaften, von denen zwei in die 1. Kreisklasse absteigen müssen.