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TTC Werden: spannender Saisonbeginn

Gerechte Punkteteilung in Wuppertal

„Wenn man nach einem 8:5 Punkterückstand noch ein Unentschieden erreicht, wobei die letzten drei Spiele auch noch jeweils im Entscheidungssatz gewonnen wurden, könnte man von einem glücklichen Punktegewinn reden, doch wenn man 5:3 führt und die Chance hat, die Führung auf 7:3 Punkte auszubauen, so ist das Unentschieden ein gerechtes Ergebnis.“ Dieser Analyse des Werdener Mannschaftsführers konnte sich der Wuppertaler Mannschaftsführer nicht anschließen und sprach von einem aus seiner Sicht unglücklichen Punktverlust.

Traditionell doppelstark begannen die Werdener die Partie und erkämpften sich einen 2:1 Punktevorsprung. Sowohl Hilgers/Kleinsimlinghaus als auch Sunico/Frieg siegten jeweils in vier Sätzen, Kimmeskamp/Müller hingegen unterlagen dem Wuppertaler Spitzendoppel in vier Sätzen. Durch die Einzelbegegnungen im oberen und mittleren Mannschaftsdrittel änderte sich nichts an diesem knappen Vorsprung für die Werdener. Deutlichen Siegen von Martin Kimmeskamp und Martin Müller standen zwei ebenso deutliche Niederlagen gegenüber.

Als jedoch Andreas Kleinsimlinghaus mit einem knappen Fünfsatzsieg die 5:3 Führung erreichte, bot sich für Michael Frieg in seiner Begegnung die Chance, die Führung weiter auszubauen, als er sich ebenfalls im fünften Satz bei einer 10:9 Führung seinen ersten Matchball erspielte. Doch leider konnte er diesen genauso wenig nutzen wie den folgenden bei einer 11:10 Führung. So unterlag er schließlich unglücklich mit 13:15 Bällen und die Werdener führten zur Hälfte der Einzelbegegnungen lediglich mit 5:4 Punkten. Und auch in der nächsten Begegnung rechneten die Werdener eigentlich mit einem weiteren Punkt, vor allem nachdem Gilbert Sunico den ersten Satz klar mit 11:4 Bällen für sich entscheiden konnte. Doch danach erfolgte ein Bruch in seinem Spiel, so dass er die nächsten beiden Sätze, und nach gewonnenem vierten Satz auch den Entscheidungssatz verlor.

Zum ersten Mal konnten die Wuppertaler danach sogar mit 6:5 Punkten die Führung übernehmen, da auch Werdens zweiter Spitzenspieler, Martin Kimmeskamp, in fünf Sätzen unterlag. Noch kritischer sah es für die Werdener nach den beiden Einzeln im mittleren Paarkreuz aus, bei denen sich den beiden Werdenern keine Siegchance bot. So glaubten sich die Wuppertaler bei einer 8:5 Führung schon am Ziel des doppelten Punktgewinns. Doch hier hatten sie die kämpferischen Qualitäten der Werdener unterschätzt. Andreas Kleinsimlinghaus und Michael Frieg trieben die Spannung noch einmal nach oben, als sie den Rückstand durch zwei Fünfsatzsiege auf 7:8 Punkte verkürzten. So musste das Schlussdoppel für die Werdener über Unentschieden oder Niederlage entscheiden.

Und zuerst sah es für Hilgers/Kleinsimlinghaus überhaupt nicht nach einem Sieg aus. Zu überlegen gewann das Wuppertaler Spitzendoppel den ersten und etwas knapper auch den zweiten Satz. Doch Hilgers/Kleinsimlinghaus steigerten sich und schafften es durch verstärkten eigenen Angriff, das druckvolle gegnerische Topspinspiel der Wuppertaler zunehmend zu unterbinden. Es entwickelte sich in den folgenden Sätzen eine äußerst spannende und für die Zuschauer absolut sehenswerte Partie, in der Hilgers/Kleinsimlinghaus im gewonnenen dritten Satz sogar zwei gegnerische Matchbälle abwehren mussten, auch den vierten mit nur zwei Bällen Unterschied gewannen, bevor sie sich im fünften Satz mit einer 10:8 Führung selbst zwei Matchbälle erarbeiteten, von denen die Wuppertaler den ersten zwar noch abwehren konnten, sich danach jedoch geschlagen geben mussten. Nach diesem sehr wechselvollen Spielverlauf lag die Freude über den Punktgewinn eindeutig auf Werdener Seite, während die Wuppertaler einen etwas frustrierten Eindruck hinterließen.

Aufgrund der schon zu Beginn erwähnten widrigen Hallensituation ist zurzeit noch nicht absehbar, ob die Werdener ihr zweites Saisonspiel, eigentlich wieder ein Heimspiel, tatsächlich auch in ihrer gewohnten Umgebung austragen können.