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TTC Werden I weiterhin erfolgreich

Aber mehr Mühe als erwartet gegen Heiligenhaus

Dass auch gegen einen Tabellenletzten nicht im Schongang gewonnen werden kann, erlebten die Werdener Tischtennisspieler und die Zuschauer an diesem Abend. Gerade weil die Werdener das Hinspiel in Heiligenhaus klar mit 9:2 Punkten gewonnen hatten, wurde der Gegner unterschwellig  vielleicht doch ein wenig unterschätzt. So wurde es besonders zu Beginn und zum Ende eine auch von der Spannung geprägte Partie.

Zu Beginn mussten alle drei Eingangsdoppel in den Entscheidungssatz, in dem lediglich Kimmeskamp/Müller, das zurzeit wohl beste Werdener Doppel, siegreich war. Hilgers/Kleinsimlinghaus vergaben bei einer 2:1 Satzführung im vierten Satz zwei Matchbälle, Sunico/Frieg schafften es selbst gegen das gegnerische Doppel drei nicht, eine 2:0 Satzführung erfolgreich zu beenden, wobei sie ebenfalls im vierten Satz mehrere Matchbälle nicht nutzen konnten.

Mit 1:2 Punkten Rückstand begannen die Einzelbegegnungen, in denen sich die Werdener letztendlich doch als spielstärker erweisen sollten. Der entscheidende Vorteil lag hierbei im oberen Paarkreuz. Sowohl Gilbert Sunico als auch Martin Kimmeskamp dominierten fast wie im Hinspiel, als sie in zusammen vier Einzeln ihren Gegnern nicht einen einzigen Satzgewinn gestatteten. Diesmal schaffte es nur Martin Kimmeskamp, ohne jeden Satzverlust zwei Siege für die Werdener zu erreichen, Gilbert Sunico benötigte für seine beiden Erfolge jeweils vier Sätze.

Aber trotzdem gelang es den Werdenern nicht, sich frühzeitig entscheidend abzusetzen, da im mittleren und im unteren Mannschaftsdrittel zwei deutlichen Siegen in nur drei Sätzen durch Josef Hilgers und Andreas Kleinsimlinghaus auch zwei Niederlagen gegenüberstanden. Martin Müller fehlte im Entscheidungssatz gegen den besten und stets engagierten Heiligenhauser Akteur, Strucksberg, auch das notwendige Quäntchen Glück, und so unterlag er mit 8:11 Bällen. Michael Frieg musste nach vier Sätzen eine Niederlage akzeptieren, so dass die Werdener zur Hälfte der Einzelbegegnungen nur mit 5:4 Punkten in Führung lagen.

Da danach jedoch wieder das dominante obere Paarkreuz der Werdener antrat, war die Führung schnell auf 7:4 Punkte ausgebaut. Die beiden zum Sieg noch fehlenden Punkte zu erreichen, wurde noch einmal eine spannende Angelegenheit. Wieder musste Martin Müller in den Entscheidungssatz, und wieder schien ihm das Glück zu fehlen, als sein Gegner, mit 8:10 Bällen in Rückstand liegend, den ersten Matchball durch einen Kantenball abwehrte. Zum Glück für die Werdener war Martin Müller nach einer von ihm beantragten Auszeit von einer Minute nervenstark genug, den zweiten Matchball zu nutzen.

Aber auch der in den letzten Wochen erfolgreichste Werdener Einzelakteur, Josef Hilgers, hatte in seinem zweiten Einzel gegen den Heiligenhauser Strucksberg größere Schwierigkeiten als erwartet. Nach einer 2:1 Satzführung von Josef Hilgers ließ sich Strucksberg selbst von Rückständen im vierten und fünften Satz nie von seinem kompromisslosen Angriffsspiel abbringen und wurde durch den Gewinn des vierten und fünften Satzes mit jeweils 11:9 Bällen belohnt.

So musste der Siegpunkt für die Werdener in den beiden Einzeln des unteren Paarkreuzes oder im Schlussdoppel besorgt werden. Und zunächst sah es im Spiel von Andreas Kleinsimlinghaus danach aus, als ob der Punkt schon im ersten Einzel ohne Schwierigkeiten realisiert werden sollte. Schnell hatte er sich eine 2:0 Satzführung erspielt und lag im dritten schon mit 9:6 Bällen in Führung. Doch mit einer Auszeit durchbrach der Heiligenhauser Siewert geschickt den Spielrhythmus und konnte unerwartet den dritten Satz noch für sich entscheiden.

Und auch im vierten und fünften Satz konnte er weiter dominieren. Doch ebenso, wie es Andreas Kleinsimlinghaus im dritten Satz nicht schaffte, nach einer Auszeit zum Satzgewinn zu kommen, erging es im Entscheidungssatz dem Heiligenhauser Spieler. Mit 5:3 Bällen in Führung liegend verlor er nach einer von Andreas Kleinsimlinghaus beantragten Auszeit schließlich denkbar knapp mit 9:11 Bällen. Mit nunmehr 22:18 Punkten stehen die Werdener vor den letzten beiden Meisterschaftsspielen weiterhin auf dem sechsten Tabellenplatz.

Am kommenden Samstag treffen sie im Auswärtsspiel auf die Mannschaft von Solingen-Wald, die in der Tabelle nur knapp hinter ihnen rangiert und die nur mit einem Sieg die Abstiegsrelegation der Viertletzten der Landesliga vermeiden kann. Das Hinspiel gewannen die Werdener zwar mit 9:6 Punkten, doch mussten die Solinger damals ihre Nummer eins ersetzen. Eine spannende Begegnung scheint garantiert.