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Meisterschaftsanwärter zu stark für TTC Werden I

Bezirksklassenteam siegt im Ortsderby

Dass die Zielsetzung in der Tischtennis-Landesliga für die Werdener nur die Vermeidung des Abstiegs sein kann, merkte man im Spiel gegen Winz-Baak recht deutlich. Zu groß ist der Leistungsunterschied zu den Spitzenteams. Die 3:9 Niederlage hielt sich zwar noch in vertretbaren Grenzen, allerdings beträgt der Abstand zum ersten Abstiegsrelegationsplatz nur noch einen Punkt.

Der Verlauf der Begegnung war wenig spektakulär und hätte fast genauso vorhergesagt werden können. Drei Siege in den Anfangsdoppeln verschafften den Gästen die nötige Sicherheit für die nachfolgenden Einzelbegegnungen, so dass sie im oberen und mittleren Mannschaftsdrittel den Vorsprung auf 6:1 Punkte ausbauen konnten. Lediglich Werdens Spitzenspieler Felix Yu konnte bis dahin sein Einzel gewinnen.

Im unteren Mannschaftsdrittel gelang den Werdenern Bernd Weyershausen und vor allem Ersatzspieler Peer Heppekausen eine faustdicke Überraschung. Beide konnten sich gegen ihre Gegner, die aufgrund ihrer wesentlich besseren TTR-Punkte eindeutig favorisiert waren, in fünf bzw. vier Sätzen durchsetzen. Danach verlief für die Mannschaft von Winz-Baak jedoch wieder alles nach Plan. Mit drei Siegen in Folge besiegelten sie die Werdener 3:9 Niederlage.

Bevor die Werdener im Auswärtsspiel am nächsten Sonntag auf den aktuellen Tabellenführer Franz-Sales-Haus treffen und eine weitere Niederlage wohl nicht vermeiden können, steht noch das richtungsweisende Nachholspiel gegen den Ortsnachbarn Kupferdreh auf dem Spielplan. Sollten die Werdener hier erfolgreich sein, das Hinspiel hatten sie mit 9:5 Punkten gewonnen, würden die Aussichten auf die  Vermeidung von Relegationsspielen deutlich steigen.

Knapper Sieg in Kettwig

Einen äußerst spannenden Tischtennisabend erlebten die Akteure und zahlreichen Zuschauer beim Ortsderby Kettwig gegen Werden. Beide Mannschaften traten in Bestbesetzung an, wobei die Kettwiger unbedingt gewinnen mussten, um im Kampf gegen den Abstieg  noch erfolgreich sein zu können. Mit 2:1 Siegen in den Eingangsdoppeln starteten sie erfolgreich in die Partie. Nur Kleinsimlinghaus/Hilgers konnten ihr Doppel problemlos gewinnen.

Da man sich im oberen und mittleren Paarkreuz bei Siegen von Gilbert Sunico und Josef Hilgers jeweils unentschieden trennte, gingen die Werdener erstmals mit zwei Siegen von Fabian Sander und Matthias Isenberg im unteren Paarkreuz mit 5:4 Punkten in Führung. Im zweiten Durchgang der Einzelbegegnungen gewannen beide Kettwiger Spitzenspieler, Vollmer und Tondorf, so dass die Ein-Punkte-Führung wieder auf die Kettwiger Seite wechselte. Die entscheidende Wende vollzogen danach Josef Hilgers, Michael Frieg und Fabian Sander, die ihre Begegnungen jeweils in vier Sätzen erfolgreich bestritten und für den 8:6 Zwischenstand sorgten, der zumindest schon einmal ein Unentschieden für Werden sicherte.

Und da Matthias Isenberg sein zweites Einzel nicht gewinnen konnte, musste das Schlussdoppel die Entscheidung über ein Unentschieden oder einen Sieg für Werden entscheiden. Da Kleinsimlinghaus/Hilgers hier auf die Kettwiger Kombination Vollmer/Tondorf trafen, die in der Rückserie noch kein Doppel verloren hatten, waren die Chancen auf einen Werdener Sieg nicht allzu groß. Umso größer der Jubel aller Werdener Spieler und Zuschauer, als Kleinsimlinghaus/Hilgers in einem dramatischen Spielverlauf mit 11:9 Bällen im Entscheidungssatz erfolgreich waren.

Die Enttäuschung der Kettwiger Spieler war bei der Verabschiedung deutlich spürbar, mussten sie doch realisieren, dass sie mit dieser Niederlage den Abstieg aus der Bezirksklasse wohl nicht mehr vermeiden können.

Weitere Ergebnisse

Nach dem überlegenen 9:2 Sieg gegen den Tabellenzehnten Freisenbruch  belegt die 3. Mannschaft weiterhin Platz drei in der 1. Kreisklasse. Dieser berechtigt am Saisonende zu Relegationsspielen um den Aufstieg in die Kreisliga.

Nach einer langen Durststrecke gelang es der 5. Herrenmannschaft gegen den Tabellensechsten TTC Schonnebeck, den zweiten Saisonsieg mit 9:5 Punkten zu erringen. Durch diesen überraschenden Erfolg konnte der Abstand zum ersten Relegationsplatz, der nun wieder in Reichweite liegt, auf zwei Punkte verkürzt werden.

Chancenlos war die ersatzgeschwächte Jugendmannschaft 18 beim Tabellendritten Germania Wuppertal. Lediglich Tamim Seleman und Marcel Isenberg gelangen Satzgewinne.

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